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Deutsche Unternehmen haben sich auf den Weltmärkten und im europäischen innenmarkt auf vielen Gebieten eine Spitzenstellung erarbeitet. Waren „made in Germany“ und Dienstleistungen deutscher Anbieter sind auch im internationalen Wettbewerb anerkannt und gefragt. Die deutsche Exportstärke ist aus der Wirtschaft heraus gewachsen und ein Erfolg, auf den wir stolz sein können.
Deutsche Investitionsgüter und Serviceleistungen tragen weltweit zu wirtschaftlicher Entwicklung und Prosperität bei. Das hilft den Zielländern, aber auch dem Standort Deutschland. Fast die Hälfte unserer Wirtschaftsleistung hängt vom Export ab. Jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland wird dadurch gesichert, dass sich deutsche Produkte und Leistungen auf den Weltmärkten durchsetzen. Eine aktive und engagierte Außenwirtschaftspolitik ist deshalb ein zentraler Baustein meiner Politik für mehr Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand.
Zunehmender Wettbewerb, rasante technologische Entwicklungen und konjunkturelle Unwägbarkeiten stellen die deutsche Wirtschaft vor die Aufgabe, ihren Vorsprung auf den internationalen Märkten immer wieder neu zu behaupten. Im vergangenen Jahr ist die Nachfrage auf fast allen wichtigen Absatzmärkten weg gebrochen. Das hat die exportorientierte deutsche Wirtschaft in besonderem Maße getroffen. Während der Welthandel 2009 mit einem Rückgang von rd. 12,5 % am stärksten seit dem Zweiten Weltkrieg eingebrochen ist, sanken die deutschen Ausfuhren sogar um 17,9 %.
Ich bin überzeugt: So, wie der weltweite Abschwung deutsche Exporteure besonders getroffen hat, können unsere Unternehmen auch von der sich abzeichnenden Belebung der weltwirtschaftlichen Aktivitäten in besonderem Maße profitieren. Stellen Unternehmen und Politik die Weichen jetzt richtig, wird die deutsche Wirtschaft gestärkt aus der Krise hervorgehen. Die äußeren Rahmenbedingungen hierfür sind günstig. Für das laufende Jahr und das kommende Jahr prognostizieren OECD und IWF einen Anstieg des Welthandels um knapp 6 %.
Die Eigeninitiative der Unternehmen ist die Basis für ein erfolgreiches Auslandsgeschäft. Schlüsselaufgabe der Außenwirtschaftspolitik ist es, dafür zu sorgen, dass sich Wettbewerb und Handel möglichst ungehindert entfalten können. Günstige weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen können die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit wirkungsvoll intensivieren: Es muss ein Umfeld geschaffen werden, in dem die Unternehmen ihre Stärken national und international voll entfalten können. Deshalb ist es mir wichtig, die Außenwirtschaftspolitik des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in der vorliegenden neuen Initiative zu bündeln. Um Einkommen, Wohlstand und Fortschritt in Deutschland nachhaltig zu sichern, brauchen deutsche Unternehmen offene Märkte für ihre Exporte und Investitionen.
Umgekehrt muss die Attraktivität des Standortes Deutschland mit einem dichten Netzwerk von wissensintensiven Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei ausländischen Anbietern und Investoren noch bekannter werden. Offene Märkte sind dabei selbstverständlich. Diese Leitgedanken liegen meiner Außenwirtschaftspolitik zugrunde.
Rainer Brüderle Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
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