Start Kultur Objekte aktueller deutsch-kurdischer Ausgrabung erstmals in irakischem Museum ausgestellt
Objekte aktueller deutsch-kurdischer Ausgrabung erstmals in irakischem Museum ausgestellt PDF Drucken E-Mail

Auf Einladung der Antikenverwaltung von Erbil, Föderale Region Kurdistan, Irak stellt das Deutsche Archäologische Institut (DAI) im Museum für Zivilisationen in Erbil erstmals Objekte aus seinen Grabungen vor Ort in einer Doppelvitrine aus.

Nicole Kehrer

Haydar H. Hussein, Direktor der Antikenverwaltung, Rolf Ulrich, Deutscher Generalkonsul in Erbil, Dr. Arnulf Hausleiter, DAI (v.l.) DAI Orient-Abteilung, I. Wagner„Ein sehr erfreulicher Moment, der die Aspekte der kulturellen Zusammenarbeit positiv heraushebt“, sagt der deutsche Generalkonsul in Erbil Rolf Ulrich als die Vitrine am 5. Dezember 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Auch für den Direktor der Antikenverwaltung von Erbil Haydar Hussein ist dies ein „Ausdruck für die exzellente Kooperation zwischen der Antikenverwaltung in Erbil und dem Deutschen Archäologischen Institut“.

Seit 2009 führt die Orient-Abteilung des DAI im Rahmen eines ODA-Projekts (Official Development Assistance) aus Mitteln des Auswärtigen Amtes Trainingsmaßnahmen in archäologischer Dokumentation in Erbil durch.

„Es ist eine besondere Auszeichnung, dass diese Objekte von der Ausgrabung direkt in die Ausstellung gelangen und auf diese Weise die erfolgreiche und partnerschaftliche Zusammenarbeit dokumentieren“, so Dr. Arnulf Hausleiter, der die örtlichen Grabungen leitet. Für die Leiterin des Projekts, Dr. Dr. h.c. Margarete van Ess, wissenschaftliche Direktorin der Orient-Abteilung ist dies ein willkommener Anlass auf den Kontext der Forschungen hinzuweisen. „Wir knüpfen mit unseren Arbeiten in Erbil an jene Forschungen unseres Instituts an, die im Nordirak in den 1970er Jahren stattfanden“.

Vitrinie mit Exponaten des kurdisch-deutschen Ausgrabungs- und Trainingsprojekts DAI Orient-Abteilung, I. WagnerDas deutsche Archäologische Institut ist seit 1955 mit einer Außenstelle in Baghdad vertreten und hat im Irak zahlreiche Forschungsprojekte durchgeführt, etwa in der frühsumerischen Metropole Uruk/Warka.

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